Teil 2

In den letzten Wochen habe ich meine Ernährung umgestellt und ihr ganz bewusst natürliche Lebens-Bausteine zugefügt, die mir seit den Wechseljahren abhanden gekommen sind – Hormone. Keine Pillen, kein Arztbesuch, einfach einen ordentlichen täglichen Schub an Phyto-Östrogenen zum Beispiel in Form von frisch geschroteten Leinsamen. Und ja, mein Leben fühlt sich wirklich besser an – vom Kopf bis hin zur Verdauung. Sogar mein kleines Altfrauenbäuchlein schwindet allmählich aber stetig! Das fühlt sich gut an!

Dieses Wohlgefühl hat mich dazu veranlasst, mich in meinem 2. Besserfühler-Teil einmal mit Hormonen zu beschäftigen, die einen wirklich großen Einfluss auf unser Wohlbefinden haben.

Was sind Hormone?

Hormone sind biochemische Signalmoleküle, die Zellen und Organe miteinander kommunizieren lassen. Sie werden von endokrinen Drüsen (wie Schilddrüse, Bauchspeicheldrüse oder Nebennieren) sowie speziellem Gewebe produziert und gelangen meist über die Blutbahn zu ihren Zielorganen.

Sie steuern den Energie-, Wasser- und Salzhaushalt (z. B. Insulin). Regen bei Kindern und Jugendlichen die Entwicklung von Knochen und Organen an und regulieren die Sexualorgane und das Verhalten (z. B. Östrogene und Testosteron). Sie helfen dem Körper bei Belastung und Stress und einige Hormone haben einen massiven Einfluss auf unser Wohlbefinden!

Schauen wir uns 3 wichtige Hormone an, wie sie auf unser System wirken und wie wir sie fördern, bzw. hemmen können, um unser Leben positiv zu beeinflussen.

Oxytocin – Das Kuschelhormon

Oxytocin ist ein im Gehirn gebildetes Hormon und Neurotransmitter, das eine wichtige Rolle bei der Geburt, beim Stillen und bei sozialen Bindungen spielt. Neurotransmitter sind chemische Botenstoffe, die Reize und Signale an den Synapsen von einer Nervenzelle auf eine andere Zelle (oder Muskel- und Drüsenzellen) übertragen.

Wie Forscher über das lange unterschätzte Kuschlehormon herausgefunden haben, regt es nicht nur die Muskulatur der Gebärmutter an, Wehen auszulösen und stimuliert die Milchdrüsen. Es kann den Blutdruck und den Spiegel des Stresshormons Kortisol senken. Es fördert in uns Vertrauen, Empathie und soziale Nähe und hat angstlösende und stressreduzierende Effekte. Neueste Forschungen vermuten sogar, das Oxytocin unsere Schmerzempfindlichkeit senken kann – alles gute Gründe, um zu wissen, wie wir das Kuschelhormon in unseren Körper locken können!

  • Berühre dich oft, gerne täglich selbst oder lasse dich berühren! Gönne dir eine entspannende Nackenmassage!
  • Erlaube dir ein ausgiebiges Wohlfühlbad mit Duft und ätherischen Ölen – tu es den Japanern nach: sie baden täglich 1h vor dem Schlafengehen! Wenn kein Geld, kein Wasser und keine Wanne da ist, kommen zumindest die Füße dran!
  • Schenke dir und anderen Menschen sooft wie möglich ein Lächeln! Ist nicht soooo schwer und wirkt wunderbar, um deinen Oxytocin-Spiegel zu erhöhen!

Kortisol – Das Stresshormon

Kortisol (auch Cortisol) ist ein lebenswichtiges Stresshormon, das in der Nebennierenrinde gebildet wird und den Stoffwechsel, den Blutzucker sowie den Blutdruck reguliert. Wir benötigen es, damit unser Körper bei Belastung schnell reagieren kann. Morgens ist unser Kortisol-Wert am höchsten, um wach zu werden, und sinkt zum Abend hin ab. Bei chronischem, anhaltendem Stress bleibt der Spiegel aber dauerhaft hoch. Das kann folgende Folgen haben, die sich sehr auf unser Wohlbefinden auswirken: wir schlafen schlecht, unser Bauchfett (nicht nur unschön, sondern auch sehr ungesund) nimmt stark zu, Blutdruck und Diabetesrisiko steigen, unser Immunsystem wird geschwächt…das sind nur einige der wirklich massiven Auswirkungen von Dauerstress. Fast alle „Zivilisationskrankheiten“ werden mit Dauerstress in Verbindung gebracht!

  • Werde dir deiner Stressymptome bewusst! Je besser du weißt, wie dein Körper auf Stress individuell reagiert, welche Symptome er als erstes sanft zeigt, desto eher kannst du Stress eindämmen und ihn schon im Entstehen erkennen! Nimm dir Zeit, deinen eigenen Körper und seine ersten Stressymptome kennenzulernen!
  • Finde heraus, was wirklich deine Stressoren sind – welche Räume, Düfte, Personen, Tätigkeiten bei dir Stress auslösen. Versuche die Stressoren zu minimieren oder ihnen aus dem Weg zu gehen! Wenn das nur schwer möglich ist (meist können wir hier mehr tun, als wir zunächst meinen ;), dann versuche deinen Serotoninspiegel zu erhöhen – wie das geht, erfährst du weiter unten…
  • Senke deinen Kortisol-Peak gleich nach dem Aufstehen und sorge für einen ausgeglichenen Tagesstart! Noch im Bett oder gleich nach dem Aufstehen nutze die 4-7-8 Atmung für nur 2min. Es ist ganz einfach:
    • Zähle bis 4 beim Einatmen durch die Nase bis tief in den Bauch.
    • Halte den Atem 7 Zählzeiten lang.
    • Atme sehr langsam und kontrolliert über den Mund auf 8 Zählzeiten aus!

Serotonin – Der Stimmungsaufheller

Serotonin wird zu etwa 90 bis 95 Prozent im Magen-Darm-Trakt und zu etwa 5 bis 10 Prozent im zentralen Nervensystem im Gehirn gebildet. Es ist ein wichtiger Botenstoff (Neurotransmitter) und ein Gewebshormon, das die Stimmung, den Schlaf und die Verdauung steuert.
Es reguliert das Wohlbefinden, die Impulskontrolle und die Schmerzwahrnehmung. Menschen im depressiven Tief haben einen sehr abgesenkten Seretoninwert. Serotonin dient im Gehirn als Vorstufe für das Schlafhormon Melatonin und sorgt damit auch dafür, dass wir gut in den Schlaf gleiten. Ganz klar, dass es gut ist, viel von diesem Wundermittelchen auch als Gegenspieler zu Kortisol im System zu haben!

  • Sorge für eine rituelle und gut durchdachte Schlafhygiene! Schlafe in einem gut gelüfteten, kühlen und dunklem Raum! Nutze 60min vor dem Schlafengehen keine digitalen Geräte mehr und füttere dein Gehirn aktiv mit positiven Gedanken! Gehe möglichst zur gleichen Zeit ins Bett und stehe zur gleichen Zeit auf!
  • Stärke deine Darmflora und sorge für einen vielfältigen Bakterienstamm! Speisen wie Joghurt, Kefir, Cheddar, Parmesan, Gruyère, saure Gurken, Sauerkraut oder Produkte auf Sojabasis fördern die Vielfalt im Darm. Auch in Chicorée Zwiebeln, Knoblauch, Spargel, Getreide, Artischocken und Bananen verstecken sich wertvolle Prä- und Probiotika, die entscheidend über unsere Darmflora unsere seelische Gesundheit fördern können. Hier kannst du einen Beitrag des NDR sehen, der zeigt, wie du nach und nach eine gesunde Darmflora (Mikrobiom) aufbauen kannst!
  • Sorge dafür, dass dein Körper viel Seretonin erschaffen kann – aus seiner Vorform – Tryptofan! Die Aminosäure Tryptophan als Vorstufe von Serotonin kann der Mensch nicht selbst produzieren. Tryptophanhaltige Nahrungsmittel sind beispielsweise Sojabohnen, Cashewkerne, Edamer-Käse, Erdnüsse, Thunfisch oder Bananen. In meinem Oktober – Gimmick bekommst du ein wunderbares tryptophanhaltiges Allround-Pülverchen, das dein wohlschmeckender und das Stimmungstief verscheuchender Tagesbegleiter werden kann!

Ganz einfach kannst Tryptophan in deinen Körper bringen. Die Zutaten hast du bestimmt zuhause. Mein Anti-Depri-Pulver ist vielfältig verwendbar! Verteile deine Tagesration kreativ auf deine Essensportionen und sorge so dafür, dass dein Körper wichtiges Tryptophan aufnimmt, das sehr effektiv ist, sogar beim herbstlichen Stimmungstief!


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